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Brauchtum

In Österreich ist die Jagd eng mit der Pflege von Brauchtum und jagdlichen Traditionen verbunden. Mit dem Versehen des erlegten Wildes mit dem „Letzten Bissen“, einem frisch gebrochenen Ast, wie er als „Bruch“ auch den Hut des Jägers ziert, soll dem Tier Respekt gezollt werden. Jagdliches Brauchtum ist also grundsätzlich als Ausdruck eines ethischen und ehrfürchtigen Umganges mit den Lebewesen und der Natur zu verstehen.

Schon im Mittelalter entwickelte sich unter Jägern eine Art Fachsprache - die Weidmannssprache - wie sie in jeder Zunft entstand und von Außenstehenden oft nicht verstanden wird. Die Pflege des traditionsreichen sprachlichen Ausdrucks ist Teil des Brauchtums, aber auch ein Zeichen für Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

brauchtum

Die gesellschaftliche Bedeutung der Jagd manifestierte sich bereits früh, wie Beschreibungen und Gemälde etwa von Hofjagden zeigen. „Geschäfte macht man auf dem Hochsitz oder am Green“, heißt es oft in Wirtschaftskreisen. Und wie Jäger haben auch Golfer eigene Rituale und eine eigene Sprache entwickelt. Die traditionelle grüne Bekleidung, die vorrangig der Tarnung dienen soll, macht den Jägerstand nach außen sichtbar.